Wenn kreative Köpfe zusammenkommen

Kreativität, Leidenschaft und Leichtigkeit – Eigenschaften, die Regina Lehnen-Posthaus beim Zusammenstellen des Sortiments, ihres Führungsstils, dem Einrichten ihrer Boutique und der Dekoration realisiert. Doch durch ihre schöpferische Eingebung, die sie konsequent seit 2017 umsetzt, hat sie, ihr Team und das gesamte Geschäft in ein neues Jahrzehnt geführt.

Inhaberin Regina Lehnen-Posthaus bei der Arbeit

Die Hochschule Niederrhein ist über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt für ihren Fachbereich Textil und Design. Und dieses Exzellenz-Zentrum liegt nur einen Steinwurf entfernt von der Boutique Gina Lehnen Lingerie an der Stephanstraße. Genauer gesagt: Von dort bis zum Sitz der Hochschule an der Webschulstraße sind es gerade einmal 2,2 Kilometer. Was liegt da näher, als über eine Kooperation von textilem Einzelhandel und Studentinnen des Fachbereichs Textil und Design nachzudenken?

,,Mir ist die Idee in der Nacht eingefallen und so habe ich mich meiner kreativen Eingebung folgend an die Hochschule gewandt“

Der Plan ist das Entwerfen einer eigenen Homewear-Kollektion. Dazu will sie junge Menschen mit ins Boot holen, die ihre Ideen einbringen: Wie gelingt die perfekte Konzeption des Designs, wie setzen wir dies optimal um? Welche Produktionsschritte kommen auf uns zu, und wie realisieren wir sie? Gibt es Marketingstrategien, die für das Bekanntmachen und den Vertrieb einer solchen hauseigenen Kollektion besonders gut greifen? Regina Lehnen-Posthaus will ihre ganze Erfahrung und Expertise an die junge Generation weitergeben: „Das sehe ich als meinen Auftrag an.“

Design-Studentin Julia Nikoleisen

„Diese Kooperation soll eine Kombination von Erfahrung und kreativen Ideen sein“

Schnell ist der Kontakt zur Hochschule hergestellt, stehen die zwei Werkstudentinnen Julia Nikoleisen und Derya Yikilmaz bereit, um beim Schaffungsprozess der Kollektion zu unterstützen. Zehn weitere Studierende analysieren Trendthemen wie „Hygge“, also dänische Gemütlichkeit, oder „Cocooning“, das Sich-zuhause-Einkuscheln – beides Lebensgefühle, die die neue Homewear-Kollektion transportieren soll.

Werkstudentin Derya Yikilmaz

Handwerk und Maßanfertigung wollen gelernt sein

Ein Jahr lang wird im Atelier fleißig gemessen, geschnitten, immer wieder anprobiert. Farben werden kombiniert, Materialien verglichen, Waschtests gemacht. „Wir haben so lange getüftelt, bis wir schließlich im Herbst 2018 ein Ergebnis hatten, auf das wir stolz sein konnten“, erinnert sich Regina Lehnen-Posthaus. Zeitgleich geht ein Online-Shop ins Netz, der mithilfe der beiden Werkstudentinnen aufgesetzt wurde. Er ergänzt das stationäre Angebot der Boutique, stellt die Vertriebsmöglichkeiten modern und vielfältig auf. „Der Online-Shop beweist sich als Segen, nicht nur in Corona-Zeiten“, resümiert die erfahrene Händlerin.

„On- und Offline müssen wir ein stimmiges Gesamtbild ergeben“

Julia Nikoleisen mit unserer Musterschneiderin Frau Hartig

Live erfahren, was Service bedeutet

Seit ihrer Lancierung wird die Kollektion sehr gut angenommen. Für Gina Lehnen Lingerie erweist sich die Kooperation mit den Studierenden als durchweg so positiv, dass es bis heute die Tradition des Hauses ist, Studierenden in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule die Möglichkeit zu geben, vor Ort Praxiserfahrung zu sammeln. Das gilt auch für Verkauf und Beratung: Die Studentinnen lernen im direkten Umgang mit Kundinnen und Kunden in der Boutique, wie entscheidend ein guter Service ist.

Sammeln von kreativen Ideen mit Bloggerin Gitta Banko

Darüber hinaus werden den jungen Menschen Kontakte zu der Industrie vermittelt, die für sie relevant sind. Aktuell unterstützt die 1919 gegründete belgische Lingerie-Firma Van de Velde die Studentin und Werkstudentin bei Gina Lehnen Lingerie, Celine Lück, dabei, ihre Abschlussarbeit zum Thema „Historie der Wäsche“ zu schreiben. Ein Unternehmen, zu dem eine jahrzehntelange Geschäftsbeziehung besteht. Van de Velde vertreibt die Kultlabels Marie Jo, PrimaDonna und Andres Sarda.

Blogbeitrag verfasst von Susanne Jordans

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