„Sex and the City“ kommt zurück

Seit diesem Sommer wird gedreht, zu sehen sein werden die neuen Folgen beim Streaming-Dienst HBO Max: In zehn halbstündigen Episoden können wir uns bald wieder an den New Yorker Frauen Sarah Jessica Parker, Cynthia Nixon und Kristin Davis ergötzen. Nur Kim Catrall, die als selbstbewusste Samantha Jones in „Sex and the City“ auftrat, hat beim neuen Angebot abgewunken – also müssen wir ohne sie auskommen. Unklar ist, ob und wer die Rolle besetzen wird.


„And Just Like That“ heißt die neue Staffel, in der wir uns an den flotten Sprüchen und auch melancholischen Bemerkungen der Freundinnen, nun in ihren 50er Jahren angekommen, erfreuen werden. Aber ohne Samantha, geht das überhaupt? Immerhin war sie eine der facettenreichsten Figuren in der Kultserie und den beiden Kinofilmen, die ab 1998 bis 2010 gezeigt wurden. Doch, das geht schon zur Not, denn die Beziehungskolumnistin Carrie Bradshaw, Anwältin Miranda Hobbes und Galeristin Charlotte York werden uns zweifellos wieder mit ihren teils philosophischen, oftmals lästernden Sex-, Beziehungs- und Lebensgeschichten blendend unterhalten.


Schwelgen wir noch bis zum Staffelstart ein wenig in Erinnerungen: „Sex and the City“ krempelte das Format „Frauenbild im TV“ um, das muss man einfach so sagen. Nie zuvor wurde weibliche Freundschaft und Sexualität so dargestellt. „Frauen sind für Freundschaft da, Männer zum V*****“, befanden die Single-Freundinnen in ihren Dreißigern. Sie waren nicht da, um Männern zu gefallen. Sie nutzten sie als Zeitvertreib, Illusionsträger, Beute: „Männer mögen das Feuer entdeckt haben, aber Frauen haben entdeckt, wie man damit spielt.“ Oder Carries Antwort auf Charlottes Frage „Wie kannst du einen Mann vergessen, mit dem Du geschlafen hast?“ – „Süße, wir bewegen uns da eben nicht mehr im einstelligen Bereich.“


Das war frech, ätzend, radikal, komplex, und dann auch wieder einfach nur plemplem. Na und? New York City als Gestaltungsraum bot alles, was man brauchte, um genau so zu sein, der Big Apple als Spielwiese sozusagen. Wie sich dieses Setting, dieses damals Neue nun in den Folge-Episoden weitererzählen lässt, ist eine der vielen Fragen, die uns auf den Nägeln brennen.


„Ich will mein Vermögen haben, wo ich es sehen kann: zu Hause in meinem Kleiderschrank“, hat Carrie Bradshaw einmal gesagt. Wer von den drei Frauen trägt noch Louboutin-Schuhe, wer mittlerweile bequeme Birkis? Wie sehen die Cocktail-Kleider heute aus, und welche Outfits tragen sie überhaupt? Nicht mehr wie damals Patricia Field ist für die Garderobe von Carrie, Miranda und Charlotte und möglicherweise Samantha verantwortlich, sondern die Kostümbildnerin Molly Rogers. Sie war Mitglied der Kostümabteilung von „Sex and the City“, gewann 2002 mit Patricia Field und anderen Designerinnen einen Emmy für die besten Kostüme. Übrigens war die politische Korrektheit in „Sex and the City“ durchaus ausbaufähig, es wird also spannend sein zu sehen, wie Produzent Michael Patrick King das jetzt gelöst hat.

Wir freuen uns, wenn es nach mehr als zehn Jahren endlich wieder los geht.

PS: Gina Lehnen bewirbt sich auf die Rolle der Samantha Jones 😉

Mehr Infos zum Serienstart und wie die Mädels heute aussehen
findet ihr HIER !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.