Ich krieg die Motten!

Als Gina Lehnen neulich ihren Kleiderschrank daheim durchstöberte, staunte sie nicht schlecht: Ausgerechnet in einigen ihrer Lieblings-Cashmere-Jäckchen von Allude hatten es sich Kleidermotten gemütlich gemacht. Alter Falter! Und jetzt?

Vorweg gesagt, ist ein Kleidungsstück von Allude nicht irgendein Kleidungsstück. Es ist eine Offenbarung, ein schmeichelndes Versprechen, das seine Trägerin feiert, sie weich umgarnt und ihre Persönlichkeit ankommen lässt im hier und jetzt. Deswegen führt sie in ihrem Geschäft seit vielen Jahren die hochwertige Cashmerekollektion des Münchener Kult-Labels.

Zurück zum Kleiderschrank, von dem sich die Kleidermotten ganz offensichtlich angezogen fühlten wie sonst nur vom Licht. Hässliche, kreisrunde Löchlein hatten die braunen Plagegeister schon in die Jacken gefressen, angezogen durch den Geruch von Tierfasern, hier Wolle. Auch Pelz und Federn erweisen sich übrigens für Kleidermotten immer wieder als unwiderstehlich.

Wer sie kennt, der ahnt, wie sie auf den heimischen Wollschaden reagierte: Sie packte das Problem an. Unmittelbar, eisern, konsequent. Wegwerfen kam für sie nicht infrage, ein Upcycling ihrer Jäckchen war angesagt. Kunststopfen nannte man das einmal, heute ist man da weiter.

Der Upcycling-Prozess

Gina Lehnen bewahrt ihre Jäckchen zunächst mehrere Tage in einer Plastiktüte im Gefrierfach auf. In der Zeit besorgt sich passende, wertvolle Cashmere-Wolle in den Farben der Jäckchen-Muster und legt los. Sie sichert die Fäden, damit die Löcher nicht weiterwachsen können. Dann beginnt sie mit dem Prozess des Upcyclings. Faden nach Faden stickt sie ein, behutsam, konzentriert, bis das Ergebnis zu ihrer Zufriedenheit steht: Ein neues, aufgewertetes Kleidungsstück mit zusätzlichen, verspielten, femininen Motiven.

Gina Lehnens Lieblingsteil, ein echter „Oldie but Goldie“, denn das hochwertige Stück von Iris von Arnim ist bereits 25 Jahre alt

Wer sich diese Handarbeit nicht zutraut, der kann sein derangiertes Lieblingsstück auch direkt zu Allude in München schicken, dort repariert die spezielle Cashmere Clinic des Unternehmens Löcher, beschädigte Säume, Nähte und Knöpfe.

Auch professionell lassen sich Mottenlöcher verstecken: hier ein wunderschönes Beispiel mit der Stickmaschine gezaubert… für alle die zwei linke Hände haben, wenn es um Feinarbeiten geht, können wir nur empfehlen die ortsansässige Änderungsschneiderei aufzusuchen und die Profis ans Werk zu lassen.

Kleidermotten vorbeugen

Damit es künftig nicht mehr zu Schädlingsbefall in ihrem Kleiderschrank kommt, hat sie sich einiges einfallen lassen. Sie greift nun noch stärker als zuvor zu Lavendelsäckchen und Mottenringen aus Zedernholz. Die beiden Düfte mögen Kleidermotten nämlich gar nicht. Auf Klebefallen als wahre Chemiekeulen verzichtet sie.

Und jetzt das beste zum Schluss: Trichogramme gegen Mottenbefall. Nie gehört? Gina Lehnen auch nicht, bis sie diesen Anti- Kleidermotten-Tipp von einer Freundin bekam. Trichogramme sind Mikro-Insekten, die sich ausschließlich von Motteneiern ernähren. Im Handel gibt es sogenannte Anti-Motte-Karten, auf denen sich Trichogramme befinden. Legt man die Karten auf Textilien, sollen sie diese vor weiterem Mottenbefall schützen. Dabei wird vom gleichzeitigen Einsatz von Duftölen abgeraten. Die Karten sind drei Wochen lang haltbar, dann müssen sie ersetzt werden. Insgesamt 15 Wochen lang sollte man die Karten einsetzen, dann sollen die Trichogramme sämtliche Motteneier aufgefuttert haben. Sie sind skeptisch? Dann erkundigen Sie sich gerne bei Gina Lehnen Lingerie, ob die Methode in ihrem Kleiderschrank funktioniert hat …

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