Am 8. März ist internationaler Frauentag

Diane von Fürstenberg sagte einmal: „I’ve never met a woman who is not strong. They don’t exist.“ Aber das zu beweisen und in einer männerdominierten Welt durchzusetzen war Jahrzehnte lange, harte Arbeit, die noch lange nicht erledigt ist. Und um an die Erfolge der Frauenbewegung, aber auch auf die noch bestehenden Ungleichheiten aufmerksam zu machen, findet in Deutschland seit 1911 der Internationale Frauentag, Weltfrauentag oder auch Frauenkampftag statt.

Zur Orientierung hier ein paar historische Fakten:

  • Der erste Internationale Frauentag fand im Jahr 1911 am 19. März statt. Hauptziel und -forderung war damals die Einführung des Frauenwahlrechts.
  • Seit 1921 findet der Weltfrauentag wie heute am 8. März statt.
  • 1919 Einführung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland (Trotzdem mussten Frauen aufgrund der damals vorherrschenden Geschlechterverhältnisse erhebliche Einschränkungen hinnehmen und der Wunsch nach politischer und sozialer Gleichberechtigung stieg).
  • Nach Einführung des Wahlrechtes wurde der Tag genutzt um mit Demonstrationen und Kundgebungen auf andere Ungleichheiten/ Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen: Forderungen waren z.B. Arbeitsschutzgesetze, gleicher Anspruch auf Bildung, Schutz für Mütter und Kinder, gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder legaler Schwangerschaftsabbruch.
  • Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde der Weltfrauentag in Deutschland verboten und der Tag der Mutter propagiert. Die Frau wurde also nur in Ihrer Rolle als Mutter ernst genommen und als vollwertig empfunden.
  • Seit 1948/49 ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Verfassung verankert und soll so den Staat zur Durchsetzung dieser verpflichten (auch 70 Jahre später kann man davon wohl leider nur träumen..).
  • Obwohl er nach der NS-Zeit wieder eingeführt wurde, geriet der Weltfrauentag auch nach dem ersten Weltkrieg etwas in Vergessenheit und erst mit der zweiten Frauenbewegung in den 1960er Jahren fanden wieder vermehrt Veranstaltungen statt. Themen waren unter anderem Gewalt in der Ehe, Rechte von Ausländerinnen oder Diskriminierung nicht-heterosexueller Lebensweisen.
  • 1975 erklärten die vereinten Nationen offiziell einen internationalen Frauentag, der jährlich gefeiert wird.
  • Im Jahr 2019 wird im Bundesland Berlin am 8. März ein Feiertag eingeführt.

Zum ersten Mal dieses Jahr, findet am 8. März in Berlin ein gesetzlicher Feiertag statt. Aber gibt es tatsächlich etwas zu feiern? Grundsätzlich könnte man meinen, dass es ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, die Frau und die Erfolge der Frauenbewegung zu feiern. Trotzdem müssen weitere Maßnahmen getroffen werden, denn eine Gleichberechtigung ist noch lange nicht erreicht. Die Regierung muss zusätzlich Aktionen zur Sensibilisierung der (männlichen) Gesellschaft fördern, sich mit Frauenrechten zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.

Warum auch heutzutage der Internationale Frauentag ein Kampftag sein sollte, beschreibt Julia Korbik auf ihrem Blog This is Jane Wayne von der Vogue Community in einem Artikel sehr deutlich und führt 40 Gründe auf, auch heute noch zu protestieren.

So, genug geschimpft!

Egal, wie Ihr Euren Tag gestaltet, ob Ihr protestiert und Euch für Gleichberechtigung einsetzt, Euch verwöhnen lasst, oder einfach das Frausein und die eigene Weiblichkeit genießt und auslebt, bleibt Euch treu und habt einen wundervollen Tag, der genau Euren Vorstellungen entspricht. Macht es heute niemandem außer Euch selbst Recht.

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