100 Jahre Van de Velde: Der Inbegriff der Corsetteria

Hallo ihr Lieben,

wie viele von euch wissen, pflege ich eine jahrzehntelange Geschäftsbeziehung mit der belgischen Corsetteria Van de Velde. Das Unternehmen vertreibt die Kultlabels Marie Jo, PrimaDonna und Andres Sarda.

Nun blicke ich normalerweise selten im Leben zurück. Für Van de Velde mache ich eine Ausnahme. Warum? Weil das Unternehmen 100 Jahre alt ist. 102, um es präzise zu sagen, denn seit 1919 wird die einzigartige Expertise des Hauses von Generation zu Generation weitergegeben. Mit großer Sorgfalt suchen die Expertinnen und Experten der Mark die Stoffe aus und testen sie dann unter festgelegten, strengen Gesichtspunkten, bevor sie später von uns getragen werden.

Wusstet ihr, dass 40 bis 50 Arbeitsschritte notwendig sind, bis aus einem Stück Stoff ein BH geworden ist? Ich finde das unglaublich! So viel Aufwand für ein einzelnes, wenn auch so wichtiges Kleidungsstück – deswegen tragen wir es auch mit Stolz. Ob Marie Jo, Prima Donna oder Andres Sarda – bei Van de Velde ist auch für jeden Geschmack etwas dabei und trifft dabei den Kern der Zeit. Denn Wäsche ist genauso individuell wie die Powerfrauen, die sie tragen. Und die sind begeistert von der Qualität und dem Tragekomfort der belgischen Lingerie. Ja, im Laufe der 100 Jahre hat sich das Unternehmen international einen Namen gemacht, so dass schöne BHs und Slips in den Kleiderschränken unzähliger Frauen zu finden sind.

 

Die Erfolgsgeschichte von Van de Velde

Ich nehme euch jetzt mit auf eine Zeitreise. Wir schreiben das Jahr 1919. Margaretha und Achiel Van de Velde gründen im belgischen Schellebelle ein kleines Miederwarenstudio. Sie entwerfen und vertreiben BHs und Unterwäsche.

1948 steigt der Sohn, William Van de Velde, in das elterliche Business ein. Mit ihm bringen sich seine Frau Livine Van der Wee, seine Schwester Gaby und sein Schwagr Raoul Laureys ein.

1949 baut man das Sortiment des Hauses aus. Van de Velde spezialisiert sich auf die Produktion von BHs und Korsetts. Die Produkte liefert das Unternehmen unter seiner Eigenmarke direkt an Fachgeschäfte für Lingerie. Schon jetzt besitzt Van de Velde einen exzellenten Ruf unter seinen Kundinnen: Die Lingerie sitzt perfekt und ist qualitativ hochwertig. Das Unternehmen punktet darüber hinaus mit seinem Kundenservice.

1971-1981 geht die dritte Generation der Familie Van de Velde an den Start. 1981 erhalten die Produkte von Van de Velde ihren eigenen Namen: erst Marie Jolie, dann später Marie Jo. Es ist der Beginn einer langen Erfolgsstory.

1990 kauft Van de Velde die deutsche Marke PrimaDonna.

1992 gründet Van de Velde in Ungarn eine eigene Produktionsstätte. Hier sind zunächst 100 Näherinnen beschäftigt.

1995 wird die ungarische Produktionsstätte erweitert. 300 Menschen arbeiten dort. Außerdem baut
Van de Velde eine weitere Produktionsstätte in Tunesien.

1997 wird die Kollektion Marie Jo um die Linie Marie Jo L’Aventure ergänzt. Van de Velde investiert in ein vollkommen neues Auslieferungslager im belgischen Wichelen.

2002 eröffnet Van de Velde eigene Geschäfte in Deutschland und Frankreich.

2007 wird das internationale Programm „Lingerie Styling“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, mit zertifizierten Fachgeschäften für Lingerie zu kooperieren, um jeder Kundin den bestmöglichen Service bieten zu können. Hierfür stellen wir den Geschäften ausführliche Trainingsmodule zur Verfügung.

2008 kauft Van de Velde die spanische Lingerie-Firma Eurocorset und das spanische Lingerie-Label Andres Sarda.

2010 Die neue Linie PrimaDonna Twist wird lanciert. Van de Velde kauft die niederländische Kette LinCherie – Start frei für das Unternehmen auch auf diesem Markt. Ein Jahr später gelingt es Van de Velde, auch auf dem britischen Markt Fuß zu fassen. Das Unternehmen übernimmt große Anteile an den Lingerie-Geschäften von Rigby & Peller Ltd. Ein Jahr später gibt es auch in China und Hong Kong Shops von Van de Velde.

2014 wird die Bademodenlinie PrimaDonna Swim lanciert.

Na, ist das nicht eine echte Success Story? Nicht nur Kunden schwärmen von dem Unternehmen Van de Velde, sondern auch Einzelhändlerinnen – so wie ich. Das große Engagement im Vertrieb sowie die jahrzehntelange Geschäftsbeziehung zwischen Gina Lehnen Lingerie und Van de Velde hat dazu geführt, dass die Werkstudentin und ehemalige Praktikantin Celine Lück von der Herzlichkeit des Unternehmens profitiert.

Ohne lange zu zögern, unterstützt Van de Velde Frau Lück bei der Recherche für ihre Bachelorarbeit rund um das Thema „Historie der Unterwäsche“. In einem umfangreichen Paket erreichte Frau Lück ein Buch und eine Zeitschrift, ergänzt um eine liebe, handgeschriebene Karte. Was für eine wunderbare Geschäftsbeziehung!

 

Wir sagen danke und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Van de Velde.

Liebe Leserinnen meines Blogs, ich wünsche euch allen eine schöne Zeit und sende euch ganz liebe Grüße,

Eure Gina

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